Sein eigener Chef sein | Fünf Tipps für den Neustart als Selbstständige

Sein eigener Chef sein -
5 Tipss für den Neustart als Selbstständige
Genug vom Angestellten-Dasein? 
So geht es nicht nur dir, auch viele andere Österreicherinnen suchen nach einer Alternative. Im Vorjahr haben sich rund 28.500 Personen selbstständig gemacht, da sind die freiberuflichen Pflegerinnen noch gar nicht eingerechnet. Rund 43 Prozent davon waren Frauen, die Zahl der Gründerinnen steigt von Jahr zu Jahr.

Gut überlegen: Selbstständigkeit ist verlockend, hat aber auch seine Tücken. Einerseits bist du deine eigene Chefin, andererseits musst du dich selbst um das Geschäft kümmern. Das Wichtigste ist es, genau zu wissen was man will und was man schaffen kann. Lass dich beispielsweise vom Gründerservice der Wirtschaftskammer beraten, was die grundsätzlichen Voraussetzungen für die Selbstständigkeit sind. Dort hilft man auch bei der Erstellung eines Businessplans und kann bei einer Einschätzung deiner Chancen helfen. 
Was darf ich? Nicht alle Tätigkeiten können ohne Gewerbeschein ausgeübt werden, bestimmte Gewerbe und Handwerke sind an Bewilligungen geknüpft. So benötigen beispielsweise Kosmetikerinnen oder Beraterinnen einen entsprechenden Befähigungsnachweis (Gewerbeberechtigung). Erkundige dich bei der Wirtschaftskammer, was du für deine Tätigkeit brauchst.
Steuern & Sozialversicherung: Wenn du selbstständig bist, musst du dich um deine Sozialversicherung (Krankenversicherung, Pensionsversicherung, etc.) selbst kümmern, das gilt auch für die Steuern. Erkundige dich genau, wieviel zu zahlen musst und wo du dich dafür anmelden musst. Speziell die Sozialversicherungsabgaben werden von vielen Selbstständigen unterschätzt, zumal in den ersten Jahren weniger zu zahlen ist, dann aber hohe Nachzahlungen drohen.
Unterstützung vom AMS: Das Arbeitsmarktservice hilft Menschen auf dem Weg in die Selbstständigkeit, dazu gibt es ein spezielles Gründungsprogramm. Voraussetzung ist, dass du arbeitslos bist – du müsstest also vorher deinen Job kündigen. Dann kannst du Beratungsprogramme in Anspruch nehmen und unter Umständen auch passende Weiterbildungsangebote. Die Dauer des Unterstützungsprogramms beträgt sechs Monate.
Was will ich? Versuche, alle Aspekte der Selbstständigkeit zu berücksichtigen. Wo kann ich meine Tätigkeit ausüben (Home Office, etc.), was brauche ich dafür? Was muss ich am Beginn investieren? Was geschieht, wenn ich anfangs wenig oder gar nichts verdiene? Besonders oft vergessen wird auf Marketing und Vertrieb der angebotenen Dienstleistungen und Produkte.